Ihr kennt das: Man liest einen Klappentext und denkt sich nur: „Okay, das muss ich lesen!“
Genauso ist mir das mit „Terradisto – Cece und das Geheimnis der alten Dame“ von Michaele Gruen passiert.
Die Autorin hat mir ein Exemplar zum Lesen zur Verfügung gestellt und ich kann schon mal verraten: Die Reise in die Unterwelt hat sich gelohnt.
Die Saga der Erdlinge Band 1
Nach den Ferien an eine neue Schule kommen und einfach nur irgendwie überleben, ohne groß aufzufallen? Fühl ich. 😅
Genau das ist Cece’s Plan. Kein Drama, kein Chaos, einfach nur ruhig bleiben. Tja … das Universum so: „Nö.“
Statt entspanntem Neustart bekommt sie eine geheimnisvolle alte Dame, ein Tagebuch, das definitiv nicht zufällig wieder aufgetaucht ist, und einen Geheimgang im eigenen Keller serviert. Spätestens da war ich innerlich schon mit Rucksack und Taschenlampe am Start und dachte mir: Wir gehen jetzt mal zusammen gucken.
Gemeinsam mit Julius, dem blonden Softie mit dem großen Herz, und Nick, dem coolsten Jungen der Klasse (natürlich gibt es so einen), landet Cece in einer verborgenen Stadt tief unter der Erde. Ab hier wird es richtig spannend:
Erdlinge mit ungewöhnlichen Augen, Pflanzen, die heilen, Wurzeln, die tödlich werden können, und eine Gesellschaft, in der einige bestimmen und andere einfach verschwinden. Ganz oben steht eine Parlamentsvorsitzende mit Edelsteinaugen, bei der man sofort merkt: Wenn sie entscheidet, kann das für manche sehr endgültig sein.
Was mir besonders gefallen hat: Diese Unterwelt wird nicht in zwei Kapiteln abgehandelt. Cece und ihre Freunde tasten sich immer weiter hinein in Regeln, Geheimnisse, Gefahren und eine Rebellion, die im Hintergrund schon länger brodelt. Und ja, es fühlt sich wirklich so an, als hätte diese Rebellion genau auf Menschen wie Cece gewartet.
Cece ist für mich eine sehr greifbare Hauptfigur. Kein Übermensch, keine makellose Heldin, sondern ein Mädchen, das eigentlich nur Ruhe wollte und plötzlich vor Entscheidungen steht, die sie nie gesucht hat. Julius und Nick bringen jeweils ihre eigene Dynamik mit rein, und dieses „Wir sind da jetzt irgendwie zusammen reingerutscht und wachsen an diesem Chaos“ mag ich einfach sehr.
Die Idee, dass Augen so eine große Rolle spielen, fand ich total stark. Das ist nicht nur optisch spannend, sondern sagt auch viel über Macht und Kontrolle aus. Wer welche Augen hat, entscheidet über Status und Schicksal, und das bleibt beim Lesen im Kopf hängen.
Sprachlich und atmosphärisch hat sich das Buch für mich angefühlt wie eine Mischung aus Schulalltag, Fantasyabenteuer und einer Geschichte über Mut, Freundschaft und Gerechtigkeit. Man startet in der ganz normalen Welt und merkt mit jeder Seite mehr, wie groß und gefährlich diese andere Ebene unter der Erde eigentlich ist.
Fazit
„Terradisto – Cece und das Geheimnis der alten Dame“ ist für mich ein gelungener Auftakt in eine Welt, die viel größer ist, als man am Anfang ahnt.
Neue Schule, altes Tagebuch, Geheimgang, eine versteckte Stadt, besondere Augen, heilende Pflanzen, tödliche Wurzeln und eine Rebellion im Untergrund – hier kommt eine Menge zusammen, ohne dass es überladen wirkt.
Ich bin sehr gespannt, welche Geheimnisse die Saga der Erdlinge noch bereithält – und nach diesem Band schaue ich auf jeden Fall mit etwas anderen Augen in jeden dunklen Keller. 👀✨


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