
Anja Hansen steht für schwarzen Humor, Kaffee und Geschichten, die schräg beginnen und mehr Herz haben, als man zunächst erwartet. Geboren 1985 im Saarland, ist sie Selfpublisherin aus voller Überzeugung – und genau dort ist auch ihre Zombieserie Z Diaries angesiedelt. Ihr Stil ist unverkennbar: kurze Sätze, durchgeknallte und zugleich liebevolle Charaktere sowie ein Humor, der auch vor dunklen Themen nicht haltmacht.
Hauptsächlich schreibt sie Horror, lässt aber ebenso Mystery, Erotik und hin und wieder leise romantische Töne in ihre Geschichten einfließen. Privat liebt sie Horrorfilme, Mittelaltermärkte, Gothic und Metal und ist Katzenmama sowie Mutter einer wundervollen Tochter.

Mit Z Diaries nimmt Anja Hansen die Zombieapokalypse auf ihre ganz eigene Art auseinander. Erzählt wird die Geschichte von Rüdiger, der sich gleich selbst vorstellt: Hi, mein Name ist Rüdiger und ich bin ein Zombie. Wie es dazu kam, erzählt diese Reihe mit viel schwarzem Humor und einem Blick auf das Leben nach dem Tod, der selten ernst, aber oft überraschend treffend ist.
Die erste Staffel legt den Grundstein für diese Welt. Statt klassischem Endzeitdrama stehen absurde Alltagssituationen, schräge Gedanken und sehr menschliche Probleme im Vordergrund. Zombies sind hier nicht nur Monster, sondern Figuren mit Ecken, Kanten und einer guten Portion Selbstironie. Selbst der Mangel an Klopapier bekommt seinen ganz eigenen Stellenwert.
Atmosphärisch lebt Staffel 1 vom Wechsel zwischen Humor, kleinen nachdenklichen Momenten und Szenen, bei denen man unwillkürlich schmunzeln muss. Gerade als Hörbuch funktioniert diese Mischung besonders gut. Hörbücher hören ist noch mal anders wie Geschichten lesen. Stimme, Timing und Erzählfluss tragen viel dazu bei, dass man schnell in der Geschichte ankommt und bei Rüdiger bleibt.

Besonders spannend: Die erste Folge der ersten Staffel erscheint Ende Januar in einem neuen Stil. Mit Soundeffekten und Hintergrundgeräuschen, fast wie bei einem Hörspiel, bekommt Z Diaries noch einmal eine ganz neue Atmosphäre und zusätzliche Tiefe.

Am Ende bleibt der Eindruck einer ungewöhnlichen Zombieserie, die weniger schocken als unterhalten will. Staffel 1 fühlt sich rund an, macht neugierig auf mehr und lässt einen mit dem Gefühl zurück, dass man Rüdiger auch über diese ersten Episoden hinaus begleiten möchte.







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