
Ich schaue mir dein Bild an und merke, wie mir sofort wieder die Tränen kommen.
Dieser Blick von dir geht direkt ins Herz. So vorsichtig. So müde. So voller Fragen, die kein Tier jemals stellen müssen sollte.
Du warst meine Patenhündin. Nicht einfach nur ein Hund, über den ich gelesen habe. Nicht einfach nur ein Tierschutzschicksal. Du warst eine Seele, die ich aus der Ferne begleitet habe. Eine Seele, für die ich gehofft habe. Für die ich mir gewünscht habe, dass sie irgendwann versteht, dass die Welt nicht nur aus Schmerz besteht.
Dein Weg war so schwer, Gigi. Viel zu schwer.
Du wurdest auf den Straßen Ungarns von einem Auto angefahren, schwer verletzt und operiert. Und obwohl dein Körper versorgt wurde, blieb diese Angst in dir. Du hast dich nicht mehr richtig hinausgetraut. Wenn man mit dir spazieren gehen wollte, wolltest du leise wieder zurück in deinen Zwinger, dorthin, wo du dich sicher gefühlt hast.
Allein das zerreißt mir schon das Herz.
Und dann kam die Diagnose Leukämie. Erst kürzlich festgestellt und doch schon im Endstadium. Dein Körper konnte einfach nicht mehr kämpfen.
Ich hätte dir so sehr mehr Zeit gewünscht. Mehr gute Tage. Mehr Vertrauen. Mehr Menschen, die dir zeigen dürfen, dass Hände auch sanft sein können.
Aber ich bin dankbar, dass du im ungarischen Partnertierheim nicht allein warst. Du wurdest gesehen, versorgt und liebevoll begleitet. Du durftest in deinem Tempo ankommen, auch wenn dein Körper am Ende keine Kraft mehr hatte.
Meine liebe Gigi, ich hätte dir ein anderes Leben gewünscht.
Ein leichteres. Ein warmes. Eins ohne Angst.
Jetzt darfst du ohne Schmerzen sein.
Ohne diesen schweren Körper.
Ohne Angst vor der Welt da draußen.
Du warst meine Patenhündin.
Und auch wenn ich dich nie festhalten konnte, hattest du einen Platz in meinem Herzen.
Den behältst du.
Leise. Tief. Für immer. 🌈💔

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