Diese Woche war nicht fertig, sondern eher ein leises Sortieren. Und mitten drin Geschichten, die mal vorsichtig anklopfen und mal mit voller Wucht treffen.
Es gibt Sonntage, da will ich nicht groß erklären, was alles war. Ich will nur kurz atmen und einmal gucken: Was hat mich eigentlich getragen? Und ganz ehrlich, diese Woche waren es wieder Geschichten. Nicht als Flucht, eher als Begleitung. So wie: Okay, du fühlst gerade viel. Hier ist ein Ort, an dem das sein darf.
Ich habe gerade mehrere Sachen parallel angefangen, und das sagt eigentlich schon alles über meinen Kopfzustand. Ein bisschen Chaos, ein bisschen Neugier, und dieses typische Katti Ding: Wenn mich was packt, dann packt es mich richtig.

Kretin von Astrid Korten habe ich angefangen zu hören. Psychothriller, genau mein Regal, aber ich bin noch an dem Punkt, wo ich noch nicht wirklich greifen kann, wohin das Ganze will. Noch so ein vorsichtiges Herantasten. Nicht schlecht, eher: Ich bin noch nicht drin. Und das ist auch okay. Manchmal brauchen Geschichten einen Moment, bis sie andocken.
Von Camp Rainbow von Alicia Zett hatte ich euch ja schon kurz erzählt. Das begleitet mich gerade eher auf einer anderen Ebene, weil es nicht nur Story ist, sondern auch etwas in mir anrührt. So ein Hörbuch, bei dem man merkt: Das ist nicht nur Unterhaltung. Das ist auch Nähe.


Und dann kam Tödliches Angebot von Marisa Kashino. Creepy, ja. Aber nicht so, dass es nur Effekthascherei ist. Eher so, dass es mich wirklich erwischt hat. Dieses Gefühl, wenn man kurz inne hält und merkt: Oh. Das geht mir näher, als ich dachte. Ich liebe das ja, wenn Spannung nicht nur im Plot steckt, sondern im Bauch.
Eine Geschichte, von der ich allerdings wirklich nicht loslassen konnte, war Blut und Erde von Stephanie Abendstern. Einfach fesselnd. So dieses Nur noch kurz weiter, und plötzlich ist der Abend weg. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte zieht mich an der Jacke weiter, ob ich will oder nicht. Und genau das ist für mich dieses leise Highlight: Wenn eine Geschichte mich so festhält, dass der Rest der Welt kurz leiser wird.

Nebenbei bin ich zurzeit auch am Testlesen, und das ist nochmal ein eigener Modus. Da schaltet sich automatisch mein Blick an: Was funktioniert? Was macht der Text mit mir? Wo zieht es, wo hakt es? Und trotzdem versuche ich, mir das Fühlen nicht kaputt zu denken. Weil am Ende ist es genau das, was ich suche. Geschichten, die nicht nur gut gemacht sind, sondern etwas in mir bewegen.
Vielleicht ist das gerade mein Tempo: nicht perfekt durchgeplant, nicht geschniegelt, nicht ich muss jetzt fertig werden. Sondern leise Stimmigkeit. Hype ist laut. Leseliebe ist leise. Und ich merke, wie gut mir das tut.
Und jetzt du: Welche Geschichte hat dich diese Woche so richtig erwischt? 🖤📚

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