• Erschienen im Utopie Verlag, gelesen von Micha Fuchsfeuer

    Anthologien sind für mich immer ein kleines Abenteuer. Unterschiedliche Geschichten, wechselnde Stimmungen, neue Figuren in jedem Abschnitt. Man weiß nie genau, wohin die Reise führt. Genau das liebe ich daran.

    Bei Von Feuer, Flüssen und einer frechen Göre von Jan Nöbel habe ich mich von Anfang an sehr gut unterhalten gefühlt. Diese Sammlung hört man nicht einfach nur durch. Sie fühlt sich eher an wie ein Streifzug durch verschiedene Gefühlslagen.

    Ein Mann auf der Suche nach seinem inneren Feuer.
    Ein frecher Junge im Angesicht eines Fratzenmannes.
    Ein Ronin und ein Fischermädchen auf der Spur einer sagenumwobenen Stadt.
    Ein Jäger im Wettlauf gegen die Zeit.

    Jede Erzählung bringt ihre eigene Atmosphäre mit. Mal poetisch, mal düster, mal nachdenklich, dann wieder mit einem Augenzwinkern. Diese Vielfalt sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt und jede Geschichte ihren eigenen Raum bekommt.

    Besonders gelungen fand ich die Sprecherleistung von Micha Fuchsfeuer. Seine Stimme passt wunderbar zu den unterschiedlichen Tonlagen der Geschichten. Er schafft es, den poetischen Passagen Ruhe zu geben und in den spannenderen Momenten die Intensität spürbar zu machen, ohne zu übertreiben. Die Figuren lassen sich gut voneinander unterscheiden und der Erzählfluss bleibt angenehm gleichmäßig. Für mich hat das Hörbuch dadurch noch einmal an Tiefe gewonnen.

    Erschienen ist das Hörbuch im Utopie Verlag, was man auch an der sauberen Produktion merkt. Klanglich war alles stimmig und klar, sodass ich mich ganz auf die Geschichten einlassen konnte.

    Für mich war das eine Hörlektüre, die einfach Freude gemacht hat. Kein Gefühl von Schwere, sondern ein angenehmes Eintauchen. Ich konnte abschalten und mich treiben lassen. Und genau das wünsche ich mir manchmal.

    Wenn ihr Lust auf abwechslungsreiche Fantasy mit einem Hauch Grusel, etwas Poesie und einer Portion frecher Energie habt, dann schaut euch diese Anthologie ruhig einmal an. 💜

    Manchmal sind es die unterschiedlichen Stimmen in einem Werk, die es besonders machen.

  • Aloha meine lieben Buchmäuse 🐁💜

    Ich sitze hier und merke, wie schwer mir dieser Beitrag fällt. Nicht, weil ich wütend bin. Sondern weil ich müde bin.
    Ich öffne meine Timeline und suche eigentlich nur nach Büchern. Nach Hörbüchern. Nach Stimmen, nach Begeisterung, nach diesem „Oh mein Gott, das musst du lesen“. Und stattdessen sehe ich Diskussionen, gegenseitige Vorwürfe, Verdächtigungen.


    Ich verstehe, dass es Themen gibt, die wichtig sind. Natürlich darf man über Cover sprechen. Natürlich darf man kritisch sein. Aber wenn plötzlich alles infrage steht und jeder unter Beobachtung wirkt, dann kippt die Stimmung.


    Ich habe keine Lust auf Hetze. Ich habe keine Lust auf dieses Schwarz oder Weiß. Ich habe Lust auf Geschichten.
    Ich möchte über Figuren reden, die mich nachts nicht loslassen. Über Sprecher, die eine Szene so lesen, dass ich Gänsehaut bekomme. Hörbücher hören ist noch mal anders wie Geschichten lesen. Und genau dieses Gefühl liebe ich.


    Im Moment fühlt sich vieles laut an. Und ich merke, dass ich nicht gut damit kann, wenn aus Austausch ein Dauerstreit wird.
    Vielleicht ist meine Lösung ganz einfach. Weniger scrollen. Mehr lesen. Mehr hören. Mehr bei mir bleiben.


    Manchmal denke ich wirklich an die 90er. Walkman in der Hand. Am Radio stehen und hoffen, dass das Lied komplett drauf ist. Samstagabend auf die Lieblingsserie warten. Nicht alles gleichzeitig. Nicht alles sofort. Keine tausend Meinungen in einer Minute.

    Vielleicht brauchen wir nicht weniger Internet. Vielleicht brauchen wir mehr Ruhe im Umgang miteinander.
    Ich möchte hier bleiben. Aber ich möchte hier bleiben mit Leseliebe. Mit Herz. Mit Respekt. Und ohne ständiges Misstrauen.


    Hype ist laut. Leseliebe ist leise. 💜
    Und ich hoffe, dass wir das nicht vergessen.

  • Aloha meine lieben Buchmäuse 🐁💜

    Manchmal braucht es keine große Dramatik, sondern einfach eine Geschichte, in der man sich verlieren darf.
    ▪️Rückkehr nach Oxford – Meeting Millie▪️ von Clare Ashton, erschienen im Ylva Verlag, war für mich genau so ein Buch. Warm, ruhig und voller Gefühl.

    Ich habe mich riesig über wxw gefreut, aber nicht, weil es laut betont wird, sondern weil es sich so selbstverständlich anfühlt. Zwei Frauen begegnen sich, sehen einander wirklich und kommen sich langsam näher. Nichts wirkt konstruiert, alles fühlt sich echt an.

    Die Charaktere sind authentisch, der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig und ehe ich mich versah, war ich schon am Ende angekommen. Ich konnte abschalten und mich komplett in den Worten verlieren. Genau das liebe ich.

    Oxford gibt der Geschichte diesen sanften, fast nostalgischen Rahmen und macht das Ganze noch ein Stück besonderer. Für mich ein leises Herzbuch.

    Und ich freue mich jetzt schon sehr auf das Hörbuch, das demnächst erscheint, weil ich mir diese Geschichte auch wunderbar zum Hören vorstellen kann. 💕

    💜UNBEZAHLTE WERBUNG, REZIEX über netgalley

  • Diese Woche war nicht fertig, sondern eher ein leises Sortieren. Und mitten drin Geschichten, die mal vorsichtig anklopfen und mal mit voller Wucht treffen.

    Es gibt Sonntage, da will ich nicht groß erklären, was alles war. Ich will nur kurz atmen und einmal gucken: Was hat mich eigentlich getragen? Und ganz ehrlich, diese Woche waren es wieder Geschichten. Nicht als Flucht, eher als Begleitung. So wie: Okay, du fühlst gerade viel. Hier ist ein Ort, an dem das sein darf.

    Ich habe gerade mehrere Sachen parallel angefangen, und das sagt eigentlich schon alles über meinen Kopfzustand. Ein bisschen Chaos, ein bisschen Neugier, und dieses typische Katti Ding: Wenn mich was packt, dann packt es mich richtig.

    Kretin von Astrid Korten habe ich angefangen zu hören. Psychothriller, genau mein Regal, aber ich bin noch an dem Punkt, wo ich noch nicht wirklich greifen kann, wohin das Ganze will. Noch so ein vorsichtiges Herantasten. Nicht schlecht, eher: Ich bin noch nicht drin. Und das ist auch okay. Manchmal brauchen Geschichten einen Moment, bis sie andocken.

    Von Camp Rainbow von Alicia Zett hatte ich euch ja schon kurz erzählt. Das begleitet mich gerade eher auf einer anderen Ebene, weil es nicht nur Story ist, sondern auch etwas in mir anrührt. So ein Hörbuch, bei dem man merkt: Das ist nicht nur Unterhaltung. Das ist auch Nähe.

    Und dann kam Tödliches Angebot von Marisa Kashino. Creepy, ja. Aber nicht so, dass es nur Effekthascherei ist. Eher so, dass es mich wirklich erwischt hat. Dieses Gefühl, wenn man kurz inne hält und merkt: Oh. Das geht mir näher, als ich dachte. Ich liebe das ja, wenn Spannung nicht nur im Plot steckt, sondern im Bauch.

    Eine Geschichte, von der ich allerdings wirklich nicht loslassen konnte, war Blut und Erde von Stephanie Abendstern. Einfach fesselnd. So dieses Nur noch kurz weiter, und plötzlich ist der Abend weg. Ich hatte das Gefühl, die Geschichte zieht mich an der Jacke weiter, ob ich will oder nicht. Und genau das ist für mich dieses leise Highlight: Wenn eine Geschichte mich so festhält, dass der Rest der Welt kurz leiser wird.

    Nebenbei bin ich zurzeit auch am Testlesen, und das ist nochmal ein eigener Modus. Da schaltet sich automatisch mein Blick an: Was funktioniert? Was macht der Text mit mir? Wo zieht es, wo hakt es? Und trotzdem versuche ich, mir das Fühlen nicht kaputt zu denken. Weil am Ende ist es genau das, was ich suche. Geschichten, die nicht nur gut gemacht sind, sondern etwas in mir bewegen.

    Vielleicht ist das gerade mein Tempo: nicht perfekt durchgeplant, nicht geschniegelt, nicht ich muss jetzt fertig werden. Sondern leise Stimmigkeit. Hype ist laut. Leseliebe ist leise. Und ich merke, wie gut mir das tut.

    Und jetzt du: Welche Geschichte hat dich diese Woche so richtig erwischt? 🖤📚

  • Hallo meine lieben Buchmäuse,

    manchmal denke ich an Bücher zurück, die mich begleitet haben.
    Ich weiß noch, wo ich sie gelesen oder gehört habe, in welcher Stimmung ich war, manchmal sogar, welcher Satz hängen geblieben ist. Was ich fast nie weiß: wie viele Sterne sie bekommen hätten.

    In der Buchwelt wird viel bewertet. Sterne, Punkte, Zahlen. Sie geben Orientierung, sie sind schnell erfassbar und für viele hilfreich. Und trotzdem merke ich immer öfter, dass sie mir beim Lesen gar nicht so viel sagen. Denn die Bücher, die bleiben, sind selten die, die perfekt abschneiden, sondern die, die etwas in mir auslösen.

    Was ich mir wünsche, ist ein entspannterer Umgang damit. Weniger Festhalten an Sternen, mehr Raum für Ehrlichkeit. In der Buchbubble schwingt oft dieses leise schlechte Gewissen mit. Als müsste man ein Buch mögen, weil jemand so viel Herzblut hineingesteckt hat. Und ja, Autorinnen und Autoren arbeiten hart an ihren Geschichten, an Welten, Figuren und Ideen, die sie lieben. Das sehe ich. Das verstehe ich.

    Aber genau dieses schlechte Gewissen macht es schwer. Für Leserinnen und Leser, für Bloggerinnen und Blogger, für den Austausch insgesamt. Es hilft niemandem, sich durch Geschichten zu quälen, nur um fair zu sein. Fairness bedeutet nicht Durchhalten. Fairness bedeutet ehrlich zu sein.

    Ein Buch oder ein Hörbuch abzubrechen ist keine Abwertung. Es ist kein Urteil über Qualität oder Talent. Es ist einfach die Feststellung, dass es gerade nicht gepasst hat. Wegen der Stimmung, des Tempos, der Stimme, des Themas oder des eigenen Moments im Leben. Das darf gesagt werden. Ohne Rechtfertigung. Ohne Schutzschild in Form von Sternen.

    Vielleicht würde vieles leichter werden, wenn wir uns wieder trauen würden, genau das auszusprechen. Zu erklären, warum etwas nicht funktioniert hat, statt es mit einer schlechten Bewertung abzuschließen. Zu sagen: Es war nicht schlecht. Es war nur nicht meins.

    Lesen soll verbinden.
    Nicht belasten.

  • Band 1: Empire Ein Himmel aus Opal 💎🌌

    Berlin, Alltag, funktionieren müssen. Elara klammert sich an Struktur, weil manchmal genau das einen noch zusammenhält. Und dann taucht diese leuchtende Libelle auf, als würde sie ganz bewusst nach ihr suchen. Ein Portal öffnet sich und auf einmal steht Elara nicht mehr in ihrem Leben, sondern in Richellé.

    Dieses Königreich fühlt sich an wie ein Märchen, nur ohne Sicherheitsnetz. Hinter der Schönheit lauert etwas Dunkles, etwas Ungesagtes. Ein maskierter König, ein Fluch, Machtspiele, und Menschen, bei denen du nie genau weißt, ob sie dich retten oder benutzen wollen. Elara muss lernen, sich zu behaupten, obwohl sie nicht mal weiß, welche Regeln hier gelten.

    Vibes: mystisch, düster schön, Sog, Geheimnisse
    Für wen: wenn du Romantasy magst, die Atmosphäre hat und nicht nur glitzert
    Eher nicht: wenn du nur leichte Wohlfühl Fantasy suchst


    Band 2: Empire Ein Kleid aus Kristall 🧊👑

    Hier ist nichts mehr vorsichtig. Elara steht nicht mehr am Rand, sie ist mittendrin und alles fühlt sich enger an, dringlicher, gefährlicher. Nach einem Solo Auftritt bricht sie zusammen und ab da geht dieses Kopfkino los, weil du sofort spürst: Das war nicht einfach nur Pech. Unfall, Angriff, Gift, Verrat, und niemand wirkt so richtig sauber.

    Die Wahrheit kommt nicht brav in Reihenfolge. Sie reißt auf, in Fetzen, genau dann, wenn du denkst, du hast es endlich verstanden. Der maskierte König, Belisar, dieses Phantom Gefühl im Hintergrund, als würde jemand die Fäden ziehen. Und Elara muss entscheiden, wem sie noch trauen kann, und ob Vertrauen überhaupt noch ein Ding ist.

    Vibes: intensiver, dunkler, spannender, Finale Druck
    Für wen: wenn du Zuspitzung liebst und ein Finale willst, das wirklich zieht
    Eher nicht: wenn du ruhige Abschlüsse bevorzugst

  • Ich hab die Geschichte verschlungen. Im Nebel, mit Blut, mit diesem düsteren Sog und ja… ich kann sie euch wirklich empfehlen 😈🖤

    Ich sag es wie es ist: Blutweihe im Nachtwindthal von Kathryna Kaa hat mich komplett erwischt. Das ist so eine Novelle, die du anfängst und plötzlich ist alles um dich herum still, weil du geistig schon irgendwo im Nebel stehst und denkst: okay… hier ist was faul. Und zwar lecker düster.

    Im Nachtwindthal fließt Wein und Blut, und diese Stimmung ist einfach genau mein Ding. Gothic Horror Vibes, Mystery, Verführung, dunkle Versprechen… und dieses Gefühl von: du solltest umdrehen, aber du machst es nicht. 🖤🩸

    Wir begleiten Edgar Enpo, gefeierter Schriftsteller, dringend auf Ideensuche, aber innerlich ziemlich dunkel unterwegs. Er folgt einer alten Legende, stolpert in eine geheimnisvolle Gemeinschaft und landet mitten in einem uralten Ritual: der Blutweihe. Und je weiter das geht, desto klarer wird: das ist nicht nur ein Trip. Das wird ein Opfer. 😈

    Wenn du Vampire liebst, aber eher so düster und mystisch, nicht geschniegelt, nicht nett, sondern richtig mit Nebel auf der Haut und Blut im Hintergrund, dann lies das. Ich hab’s verschlungen und ich kann’s euch empfehlen. 🦇🩸

    Kurzinfos:
    📖 Titel: Blutweihe im Nachtwindthal
    ✍️ Autorin: Kathryna Kaa
    🦇 Genre: Vampirnovelle
    🗓️ Release: 26.01.2026
    💸 Zum Start gab es einen Einführungspreis von 0,99 Euro

    Und jetzt mal ehrlich… würdest du da reinlaufen, wenn dir jemand sagt: da gibt es Wein, aber es kostet Blut? 😅🩸

  • Hallo meine lieben Buchmäuschen 💕

    ich habe Das Knistern unserer Herzen von Kathrin Samar als Hörbuch gehört und ganz ehrlich
    ich bin komplett in dieser kleinen Städtchen Idylle hängen geblieben 🥹🏡

    Das Hörbuch feiert am 30.01.2026 seinen Schlüpftag 🎉🎧
    Ein perfekter Moment, um nach Rosewood zu reisen, sich einzukuscheln und dieses leise Knistern ganz frisch zu erleben.

    Die Links zu den verschiedenen Plattformen findet ihr unten unter dem Beitrag 💗📱

    Rosewood fühlt sich an wie ein Ort, an dem man kurz anhalten möchte.

    Alles ist ruhig, warm und voller leiser Momente. Kein Drama, das schreit. Sondern Gefühle, die sich langsam entfalten. Genau dieses sanfte Knistern, das nicht laut sein muss, um tief zu gehen 💕

    Isabel und Rick passen einfach perfekt zusammen.
    Nicht dieses glatt polierte Romantik Ideal, sondern echtes Leben. Kleine Missgeschicke, Gedankenchaos, Unsicherheiten und Situationen, bei denen man denkt:
    Ja gut … das wäre mir halt original auch passiert 🤣

    Isabel ist so eine Figur, in der man sich sofort wiederfindet.
    Man meint es gut, stolpert trotzdem von einem Moment in den nächsten und steht sich dabei manchmal selbst im Weg. Und genau das macht sie so nahbar.

    Rick ist ihr Ruhepol. Mit diesem Gefühl von: Ich seh dich. Auch wenn du gerade über dich selbst stolperst. Und genau daraus entsteht dieses Knistern, das mich komplett abgeholt hat ✨

    Ganz besonders getragen wird diese Geschichte auch durch die Sprecher.
    Simone Schwed und Buddy Schmidt geben Isabel und Rick genau die Stimmen, die sie brauchen.
    Gefühlvoll, ruhig und ohne Überzeichnung. Ihre Stimmen fügen sich so natürlich in diese Geschichte ein, dass man Rosewood nicht nur hört, sondern wirklich erlebt 🎧💫

    Und ja – Hörbücher hören ist noch mal anders wie Geschichten lesen.
    Die Stimmen, das Tempo und die Atmosphäre haben Rosewood für mich lebendig gemacht. Es hat sich nicht angehört wie eine Geschichte, sondern angefühlt wie ein Besuch an einem Ort, den man eigentlich schon kennt 💗

    💕Für alle, die leise Liebesgeschichten mögen.
    💕Für alle, die Kleinstadt Vibes lieben.
    💕Für alle, die sich in Isabel wiederfinden und bei Rick innerlich seufzen 😌

    Ich bin verliebt in Rosewood. Und ganz sicher in dieses Knistern 💕✨

    Bis bald und verliert euch ruhig ein bisschen zwischen den Seiten,
    eure Katti 💗📚

    Unbezahlte Werbung, ich bekomme kein Geld wenn ihr auf die Links klickt

    Das Knistern unserer Herzen (Rosewood Love 1) bereits erhältlich

    Der Weg unserer Herzen (Rosewood Love 2) erscheint am 29.05.2026

    Link zu Amazon

  • 165 Jahre Schlaf.
    Eine fremde Zukunft.
    Und diesmal erinnert sie sich.

    Mit Esomenia entwirft Andreas Otter eine düstere Zukunftsvision, die leise beginnt und sich Seite für Seite enger anfühlt. Es ist keine Geschichte, die alles erklärt oder Antworten serviert. Sie lässt Raum für Unsicherheit, für Zweifel und für das beklemmende Gefühl, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

    Im Mittelpunkt steht Nina.
    Sie erwacht in einer Welt, die ihr fremd ist und sich gleichzeitig erschreckend vertraut anfühlt.

    In Band 1 Wiedergeburt ist sie orientierungslos, abhängig von anderen und ständig auf der Flucht. Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und noch weniger, wer sie selbst eigentlich ist.

    Die Zukunft ist technologisch fortgeschritten, kontrolliert und kühl. Nina scheint darin eine Rolle zu spielen, die sie selbst nicht versteht.

    An ihrer Seite ist Aaron.
    Ein Begleiter, ein Halt, jemand, der bleibt. Zumindest auf den ersten Blick. Seine Nähe gibt Sicherheit, wirft aber auch Fragen auf. Fragen, die im zweiten Band plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen.

    Denn Band 2 Revolution verändert alles.
    Nina erinnert sich. An Namen. An Stimmen. An Dinge, die sie eigentlich nicht wissen sollte. Und genau diese Erinnerungen machen alles gefährlicher. Was in Band 1 noch wie Orientierungslosigkeit wirkte, entpuppt sich nun als gezielte Manipulation. Wahrheit und Lüge verschwimmen und plötzlich steht nicht mehr nur die Welt infrage, sondern Nina selbst.

    Eine zentrale Rolle spielt dabei Cox.
    Eine künstliche Intelligenz, die weit mehr ist als ein System im Hintergrund. Cox steuert, überwacht, analysiert und versucht, Zugang zu Ninas Gedanken zu bekommen. Nicht aus Neugier, sondern aus Kalkül. Wissen bedeutet Kontrolle und Nina ist der Schlüssel zu Informationen, die das gesamte System ins Wanken bringen könnten.

    Unterstützung findet sie bei alten Weggefährten Melody, Maya, Walther und Oksey.
    Sie gehören zum Widerstand Pfeil, einer Gruppe, die sich gegen das System und gegen Cox stellt. Sie kennen Nina oder zumindest eine Version von ihr. Doch auch hier bleibt offen, wie viel ihrer gemeinsamen Vergangenheit wirklich echt ist und wie viel bewusst verändert wurde.

    Was Esomenia besonders macht, ist nicht nur der dystopische Rahmen, sondern der psychologische Kern der Geschichte. Es geht um Identität, um Fremdbestimmung und um die Frage, was mit einem Menschen passiert, wenn Erinnerungen kein sicherer Anker sind, sondern eine Gefahr. Nicht jedes Wissen befreit. Manches zerstört erst alles.

    Während Wiedergeburt die Flucht erzählt, ist Revolution das eigentliche Erwachen. Persönlicher, intensiver und emotionaler. Nina ist kein reiner Spielball mehr, aber sie ist auch noch lange nicht frei. Jede Antwort wirft neue Fragen auf. Jede Wahrheit fordert ihren Preis.

    Diese Vorstellungsreihe wird sich weiter mit der Welt von Esomenia beschäftigen. Mit den Figuren, den Brüchen und den leisen Momenten zwischen Technologie und Menschlichkeit.
    Denn diese Geschichte wirkt nach. Still. Und genau deshalb so stark.


    Quellen
    Autorenangaben und Klappentexte zu Esomenia.

  • Man fragt sich ja immer, wie sich eine Apokalypse anfühlt, bis man plötzlich mittendrin steckt, Seite für Seite. Amatea hat mir genau dieses Gefühl gegeben, grausam nah, so dass ich vieles nicht nur gelesen, sondern richtig nachempfunden habe. 🌍

    Ruth Bernstein träumt schon als Kind davon, Stadtplanerin zu werden. Nicht einfach bauen, sondern besser machen. Grüner, nachhaltiger, gerechter. Als Schülerin entwirft sie Amatea, eine Zukunftsstadt, die Hoffnung atmet. Und dann kommt das Leben dazwischen. Ein Schicksalsschlag wirft sie aus der Bahn, Ruth lässt ihren Traum los, aber Amatea läuft weiter, nur nicht mehr in ihren Händen.

    Genau da wird es bitter, weil ein mächtiges Konsortium ihre Idee übernimmt und daraus etwas formt, das zwar nach Rettung klingt, aber sich nicht mehr nach Menschlichkeit anfühlt. Diese Geschichte stellt Fragen, die weh tun, weil sie so real wirken. Was bleibt von einer Vision, wenn andere sie für sich benutzen. Wie viel Wahrheit hält man aus, wenn Menschen die man liebt Teil der Katastrophe sind. Und wie weit darf man gehen, um den Planeten zu retten, wenn man dabei das opfert, was uns eigentlich ausmacht.

    Was ich dabei richtig mochte: Der Schreibstil ist angenehm zu lesen. Kein unnötiges Aufblasen, keine künstliche Härte, eher dieses stille Ziehen im Bauch, während alles immer enger wird. Und Ruth… ich hab sie so ins Herz geschlossen. Nicht weil sie perfekt ist, sondern weil sie menschlich ist. Weil sie hofft, zweifelt, fällt und trotzdem weitergeht.

    Amatea ist Solarpunk trifft auf Dystopie, aber nicht als lautes Spektakel. Eher wie eine intime Biografie, nah dran, manchmal brutal, und genau deshalb bleibt es hängen.

    Und jetzt die fiese Frage zum Schluss: Würdest du eher an Hoffnung festhalten oder würdest du Kontrolle wählen, wenn es um Rettung geht 👀📖